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Caesar von A-Z

Gaius Julius Caesar

Biografie

Zeit des Römischen Bürgerkrieges

Gaius Iulius Caesar Caesars immer größer werdende Macht führte zu immer größer werdenden Problemen für ihn in seiner römischen Heimat. Im Jahr 53 v. Chr. starb der Römer Crassus bei einem Feldzug mit einem Großteil seiner 40.000 Soldaten gegen die Parther. Pompeius näherte sich in diesen Zeiten dem Senat deutlich an. Ihm missfiel, dass sein ehemaliger Partner Caesar mittlerweile zu viel Macht bekam und für ihn eine Bedrohung zu werden schien. Das war dann auch der Grund, weshalb das Triumvirat nicht mehr verlängert wurde. Die einstige Zweckpartnerschaft war damit Geschichte.

Der Senat stellte sich nun deutlich gegen ein zweites Konsulat von Caesar. Zudem forderten die Senatoren von ihm die Auflösung seiner mittlerweile zehn Legionen starken Armee, um so seine Macht deutlich zu beschneiden. Pompeius sollte sein Heer dagegen behalten. Caesar war damit natürlich überhaupt nicht einverstanden und überquerte mit seiner ihm treu ergebenen dreizehnten Legion (einer etwa 5.000 Soldaten starken Elitetruppe) den Grenzfluss Rubikon (darauf basiert auch der berühmte Spruch "Der Rubikon ist überschritten"). Caesar selber soll dieses mit dem heute berühmten Zitat "alea iacta est" (Der Würfel ist gefallen) kommentiert haben.

Nun wollte Pompeius gegen Caesar in den Kampf ziehen, musste aber feststellen, dass es gar nicht so einfach war, genügend gleichwertige Truppen aufzustellen. Schließlich war Caesars 13. Legion sehr gefürchtet. Pompeius verließ Rom in Richtung Griechenland, von wo aus er den Krieg gegen Caesar organisieren wollte. Caesar gelang es recht schnell, die wichtigsten Städte in Norditalien unter seine Herrschaft zu bringen und erreichte schließlich Rom. Pompeius und der große Teil der caesarfeindlichen Senatoren waren zu diesem Zeitpunkt bereits nach Brindisi geflohen. Caesar nahm zügig die Verfolgung auf, aber Pompeius entkam nach Griechenland.

Da Caesar aber keine eigene Flotte hatte, brach er die Verfolgung Richtung Griechenland ab und fasste nun zunächst den Plan, dessen Legionen in Spanien zu schlagen und ihn so empfindlich zu schwächen. Es gelang ihm tatsächlich, in Spanien einzufallen und insgesamt sieben Legionen, welche von Lucius Afranius, Marcus Petreius und Marcus Terentius Varro angefürt wurden, zu besiegen.

Als Caesar aus Spanien zurückkam, erreichten ihn schlechte wie gute Nachrichten. Der größte Teil seiner Offiziere hatten ihre Hausaufgaben eher schlecht als recht erfüllt. Viele konnten ihre zugewiesenen Aufträge nicht erfüllen. Lediglich Decimus Brutus gelang es, an der Adria mehrere Erfolge gegen die Flotte von Pompeius zu erringen.

Im Jahre 48 v. Chr. schaffte es Caesar schließlich in Rom, ein zweites Mal zum Konsul gewählt zu werden. Nun machte er weiter Jagd auf Pompeius und zog mit ca. 15.000 Mann gegen ihn in die Schlacht. Allerdings verlor er die Schlacht bei Dyrrhachium gegen seinen Widersacher. Er musste sich zunächst nach Thessalien zurückziehen. Dort schloss er sich nach einigen Plünderungen mit dem Rest seines Heeres unter der Leitung von Marcus Antonius zusammen. Am 9. August gelang Caesar in der Schlacht bei Pharsalos der entscheidende Sieg gegen Pompeius, der allerdings nach Ägypten entkommen konnte. Nichtsdestotrotz hatte Caesar nun die Kontrolle über fast den kompletten östlichen Mittelmeerraum. Viele caesarfeindliche Senatoren mussten nun fliehen. Das war der Anbeginn seiner Alleinherrschaft. Einige, die ihm nun die Treue zusicherten, wurden von ihm großmütig begnadigt. Pompeius wurde in Ägypten allerdings nicht glücklich, sondern vom König Ptolemaios XIII. ermordet.

Caesar wollte nach dem Tod von Pompeius seine Großmut zeigen und dem Gegner durch die Überführung von dessen sterblichen Überresten, seine Ehre erweisen. Dieser Schachzug war für ihn einfach ein geschickter politischer Zweck. Bei seiner Reise nach Alexandria lernte er die junge und sehr schöne Königin Cleopatra kennen und lieben. Mit ihr zeugte er sogar einen Sohn namens Ptolemaios Kaisarion. Caesar stellte sich beim internen Konflikt in Ägypten logischerweise auf die Seite seiner Geliebten, was zum Alexandrinischen Krieg führte, bei welchem er gegen Cleopatras Bruder Ptolemaios und seinem General Achillas in den Kampf zog. Er konnte Achillas letztendlich nach einigen Schwierigkeiten besiegen. Ptolemaios ertrank auf seiner seiner Flucht angeblich im Nil. Cleopatras kam so letztenlich in Ägypten an die Macht.

Daraufhin zog Caesar gegen Pharnakes II. von Pontus in die Schlacht, da dieser in den römischen Provinzen Kleinasiens plünderte. Nach dessen erfolgreicher und recht schneller Bekämpfung soll Caesar sein berühmtes Zitat "veni vidi vici" (ich kam, sah und siegte) von sich gegeben haben. Auch die restlichen Pompeianer wurden von Caesar im Afrikanischen Krieg am 6. April 46 v. Chr. in der Schlacht bei Thapsus besiegt. Die gegnerischen Truppen wurden von Metellus Scipio und Cato dem Jüngeren in die Schlacht geführt. Cato nahm sich nach der herben Niederlage das Leben. Seitens Caesars wurde das Königreich Numidien aufgelöst, weil von ihm stets bis Dato die Pompeianer Unterstützung erfahren hatten. In Hispanien erfolgte 45 v. Chr. in der sogenannten Schlacht bei Munda die Bekämpfung der Söhne des Pompeius. Sextus Pompeius (der jüngste Sohn) konnte dem Tod jedoch entkommen. In ihm sah Gaius Julius Caesar jedoch keine Bedrohung mehr und damit jegliche Herrschaft der Pompeianer beendet.


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